Pflanzenheilkunde & Phytotherapie
00:00:02: Herzlich willkommen im Alchemistin Podcast.
00:00:04: Du befindest sich in meiner Podcast Challenge, einhundert Podcast folgen jeden Tag eine Episode und heute befinden wir uns in Episode dreiundsechzig das Bergfest also schon mit dreizehn Folgen überschritten beziehungsweise mit zwölf je nachdem wie man es sieht oder zählt.
00:00:22: ich freue mich sehr dass du auch wieder dabei bist.
00:00:25: Heute soll es mal um Ja, die Geschichte der Heilpflanzenkunde gehen.
00:00:29: Ein kleiner Abriss einfach mal so ein bisschen Geschichte.
00:00:35: Starten wir gleich!
00:00:37: Bis sechzigtausend Jahre vor unserer Zeitrechnung lassen sich die Spuren von Heilpflanzen Anwendungen zurückverfolgen und ich finde das ist eine ganz schön lange Zeit.
00:00:47: schon Im Iran wurden in einem Grab zum Beispiel Blütenpollen von tausend Güldenkraut, Schorfgarbe eibisch und Wegerich gefunden.
00:00:58: Und auch am Bodensee wurden in Fallbauten Samen von Kümmel, Brombeere und Holunda gefunden.
00:01:06: Das heißt Menschen haben zu damaliger Zeit schon Heilpflanzen gesammelt und sie ja dementsprechend sehr wahrscheinlich auch entsprechend Zuge zu bereitet, zu beordnet, zu bereiten.
00:01:20: Ich mache mal so einen kleinen Sprung dazwischen da wo was spannendes passiert zum Beispiel tausend sechshundert Jahre vor Christus Geburt Da wurde das sogenannte Papyrus Ebers gefunden, bei der sich um mehrere Schriftrollen handelt aus einem ägyptischen Königsgrab.
00:01:43: Bei dem Inhalt dieser Schrift rollen handelte es sich unter anderem um so circa eighthundert siebenundsebzig Rezepte zur Herstellung von Arzneimitteln.
00:01:55: Wenn dich das interessiert kannst du das ja mal googlen obwohl heute googlt man wohl nicht mehr?
00:02:00: Heute kaidman Papyrus ebas beispielsweise.
00:02:06: Dann machen wir mal einen weiteren Sprung in der Geschichte und zwar um das Jahrhundert, um das vierhundert Jahre ungefähr vor Christi.
00:02:18: da hat der bekannte Arzt und Philosoph den du bestimmt schon einige Male gehört hast Hippocrates seine Patienten auch mit Teilpflanzen behandelt.
00:02:29: In seiner Schriftenreihe Corpus Hippocratikum gibt er genaue Anweisungen, wie Heilpflanzen anzuwenden sind.
00:02:39: Auch sehr interessant sich damals mit zu beschäftigen.
00:02:42: und etwa hundert Jahre nach Christi Geburt hat Dioscorides ein fünfbändiges Werk über Pflanzen und ihre Verwendung verfasst.
00:02:53: Er nannte dieses Werk Materia Medica.
00:02:57: In diesem Werk wurden etwa achthundert Pflanzen mit ihren jeweiligen Verwendungen beschrieben.
00:03:07: Auch Dioscorides, hast du bestimmt schon öfters mal gehört genauso wie der Arzt Claudius Galenos den man heute als Begründer der Pflanzenheilkunde bezeichnet.
00:03:19: Sie sind griechischer Arzt gewesen.
00:03:22: Und auch er hat zahlreiche Rezepturen zur Herstellung von Salgen und Tincturen verfasst, und er hat auch destilliert!
00:03:33: Er hat Pflanzen destillert – und auf ihn geht auch noch dieser Begriff zu phytotherapeutischen Zubereitungen zurück, das man heute als sogenannte Galenica bezeichnet, hast du vielleicht auch schon mal gehört.
00:03:48: Galenika!
00:03:50: Dann habe ich in einem der letzten Folge von der sogenannten Kapitularis die Willys gesprochen von Karl dem Großen um etwa achthundert Nachkristi und Demnach musste jede Familie mit Haus und einem Stück Land einen Garten Heil- und Gewürzpflanzen anlegen, also Pflanzen.
00:04:12: Und hierfür gab es feste Vorschriften welche Pflanzen angebaut werden sollten und das war festgelegt in der Kapitulare de Willis.
00:04:21: Findest du auch im Internet mehr Informationen dazu falls dich das mal interessiert?
00:04:27: Karl der Große!
00:04:32: Tausend Jahrhundert nach Christus Geburt gab es den ja Arzt oder gelehrten, multi-gelehrten Urinni mit einem sehr langen Namen Abu'ali al Hussain ibn Abdullah ibn Zina.
00:04:52: Mit der Abkürzung Avicenna.
00:04:56: So bestimmt auch schon mal gehört Avicena Und der sorgte für die Verbreitung von nicht-europäischen Heilpflanzen.
00:05:04: In diese Zeit fiel zum Beispiel auch die Bildung der Schule von Salerno, und die Schule von salerno galt als Zentrum zur Lehre des abendländischen Wissens.
00:05:16: Die lag in Italien sehr, sehr spannend!
00:05:21: Da haben sich alle Gelernten gesammelt, auch Frauen haben sich dort versammelt und haben über Wissenschaft philosophiert, über Medizin, über Astrosophie, Astrologie.
00:05:35: Über Philosophie – das war so die einzige Möglichkeit sich auszutauschen.
00:05:43: Es muss eine unheimlich spannende Zeit gewesen sein!
00:05:47: Die Schule von Salerno.
00:05:50: Tausend, einhundert nach Christi schrieb Hildegard von Bingen das Werk Die Physiker.
00:05:59: Das er als Physiker bezeichnete.
00:06:01: Wobei bis heute nicht hundertprozentig gesichert ist ob sie wirklich selbst schreiben konnte.
00:06:06: ich denke mal diese kluge Frau konnte selber schreiben.
00:06:10: Sie ließ aber schreiben.
00:06:11: ja man hat ja diktiert und man hatte Schreiber oder Schreibeninnen.
00:06:18: In diesem neuen bändigen Werk dieser Physiker beschreibt Hildegard von Bingen Anwendungen und Zubereitungen vieler einheimischer Heilpflanzen.
00:06:30: Sie hat aber nicht nur Heilpflanzen beschrieben, sondern auch sehr ausgefallene Rezepturen zur Linderung und Heilung von Krankheiten entwickelt.
00:06:40: Dazu zählen auch zum Beispiel Teile von Tieren, wie das ja auch im mittelalter, im frühen Mittelalter oder ausgehenden Mittelalter und ich glaube in der Renaissance war das vielleicht was.
00:06:54: Aber sie hatte auch Edelsteine, halb-Edelsteine beschrieben und deswegen bin ich ja der Meinung dass die Hildegard von Bingen auch eine kleine Alchemistin gewesen ist, dass sie Zugang hatte zu alchemistischen Rezeptoren.
00:07:11: Denn die Alchemisten haben ja auch mit Halb-Edelstein und Edelstein Arzneimitteln hergestellt – auch mit Metallen aber auch mit Edelsteinen so wie das auch noch im Ayurveda gemacht wird.
00:07:24: in einem alten ursprünglichen Ayurveder wurden Arzneimittel nach alchemistischen Rezepten hergestellt und ich bin der Meinung, dass das eine Wurzel gewesen ist.
00:07:36: Die indische- und die abendländische altealchemistische Wurzel, dass sich das dann getrennt hat in das östliche eher und in das westliche.
00:07:46: vielleicht war Parzell sogar tatsächlich in Indien.
00:07:49: Ich habe ja so ne Vermutung!
00:07:50: Ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass er es bis dahin geschafft hat.
00:07:56: Und ja, die letzte Zeit Epoche, die ich hier in der Geschichte der Heilpflanzenkunde mit anmerken möchte.
00:08:03: Das ist Tausend Vierhundert nach Christi und dafür auch die Buchdruckerkunst hinein.
00:08:10: so fanden Bücher über Pflanzen, Heilpflanzen und deren Anwendung eine sehr große Verbreitung Und viele der damaligen Verfasser diesen uns heute noch bekannt, wie zum Beispiel Leonhard Fuchs.
00:08:24: Wenn du mal so antiquarische Bücher in den Händen gehalten hast oder Rebrinter hast, hast du bestimmt mal von Leonhard fuchs gehört?
00:08:32: Oder Hyronimus Brunnschwyk oder Andreas Mathiolos oder Brunnenfels Hyronimos Bok Tabernamontenos Lunicherus und natürlich auch Paracelsus.
00:08:46: Ja vielleicht mach ich auch mal ne... Folge.
00:08:48: Ich habe ja noch ein paar Episoden hier in der Challenge, vielleicht mache ich mal die einen oder andere Folge zu Paracelsus.
00:08:55: zur Spagürik wollte ich ja ohnehin auch noch ein Paar Episoden machen.
00:08:58: Spagürik, Alchemy und Paracelus.
00:09:01: Und wenn dich das interessiert, wenn du mehr wissen möchtest schau mal in die Show Notes.
00:09:06: da findest du mehr Informationen.
00:09:08: dann kannst du dich auch zum Newsletter anmelden.
00:09:11: Und ansonsten freue ich mich, wenn du morgen wieder mit dabei bist.
00:09:14: Abonniere sehr gerne den Podcast dann verpasst du keine Folge mehr und dann hören wir uns morgen wieder.
00:09:22: Salve deiner Natascha!